Bayerns größtes Wald-Windprojekt
TÜV SÜD Industrie Service hat den Windpark Fasanerie in der Planungsphase unterstützt
(September 2010)
Marktreife Technologien wie größere Nabenhöhen und Rotorflächen eröffnen neue Windpotenziale im südlichen Binnenland. Insbesondere windhöffige Regionen in Wirtschaftswaldgebieten eignen sich für eine windenergetische Nutzung aufgrund ihrer Entfernung zu Siedlungen. In Gattendorf bei Hof begann Anfang des Jahres der Bau des derzeit größten Wald-Windparks Bayerns. TÜV SÜD hat das Projekt mit einem Windgutachten unterstützt, das als Basis für das Finanzierungsmodell diente. Zudem wurde ein 60%-Referenzertragsnachweis erarbeitet, der die Vergütung des Stroms gemäß EEG gewährleistet.
„Um das Potenzial eines Windparks voll auszuschöpfen, sind zuverlässige Aussagen zur mittleren Jahreswindgeschwindigkeit von zentraler Bedeutung," sagt Peter Herbert Meier, Abteilungsleiter Wind Cert Services bei TÜV SÜD Industrie Service. „Mit sorgfältig analysierten Daten von bereits errichteten Windkraftanlagen ist es möglich, validierte Modellberechnungen zu erstellen ."
Zuverlässige Standortbewertung
Bei einem Waldstandort berücksichtigen die Experten neben dem dreidimensional geprägten Landschaftsbild auch die Wuchshöhen, Dichten, Kronenbreiten und Erscheinungsformen des Waldbestands. Weiterhin werden die thermischen Eigenschaften des Walds sowie saisonale Änderungen im Laubaufkommen und Schädlingsbefall ermittelt und in die Gesamtbetrachtung einbezogen.
Ein Windgutachten erstellt TÜV SÜD auf Grundlage des Anlagentyps, der geplanten Standort-Koordinaten sowie der Ertragsdaten von bereits vorhandenen Windparks bzw. einer am Standort vorgenommenen Windmessung. Im Fall Fasanerie lagen die Erträge von Windturbinen im Umkreis von etwa zehn Kilometern vor. Das Windgutachten enthält die prognostizierten mittleren Windgeschwindigkeiten und die zu erwartenden jährlichen Energieerträge für jede einzelne Windkraftanlage als auch für den gesamten Windpark.
Abstimmung mit allen Beteiligten
Um ein Windkraft-Projekt optimal umzusetzen, müssen neben wirtschaftlichen und technischen Fragen auch die Belange von Umwelt, Natur und Anwohnern einbezogen werden. Nur so ist ein langfristig erfolgreicher Betrieb möglich.
„Der Erfolg des Windparks Fasanerie basiert auf der frühzeitigen Einbindung von Kommunen, Projektträgern, Grundstückseigentümern, Genehmigungsbehörden und Anwohnern." sagt Peter Herbert Meier. „Auch müssen die Instrumente zur Planung und Umsetzung aufeinander abgestimmt werden und sich Wirtschaftlichkeit und Sicherheit mit Sozial- und Naturverträglichkeit vereinen lassen."
Vorteile auf einen Blick: |
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