Neue Ansätze im Facility Management

  

Nachgefragt bei Dr. Ulrich Klotz:
Mitglied der Geschäftsführung der
TÜV SÜD Industrie Service GmbH und
Leiter des Geschäftsbereiches
Real Estate Services von TÜV SÜD

Herr Dr. Klotz, ist die Nachhaltigkeit im FM nur eine Mode?

Nachhaltigkeit heißt für mich, den drängenden Herausforderungen des Klimawandels und der Ressourcenverknappung konkret zu begegnen. Sie  muss zur Handlungsmaxime im FM werden. Die Immobilienwirtschaft spielt  schon heute eine Schlüsselrolle – 30 bis 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und 30 Prozent der Treibhausgasemissionen entfallen auf Ge­bäude. Gerade im Gebäudebestand stecken enorme Potenziale zur Energieeinsparung und Wertsteigerung. Richtig umgesetzt bedeutet das zum einen die Schonung knapper Ressourcen und damit zugleich die Steigerung bzw. Absiche­rung des langfristigen Immobilienwerts. Für mich ist das ganz klar ein zentraler Branchentrend. 

Was bedeutet das für TÜV SÜD?

Wir unterstützen das Facility Management als umfassender Berater, der sowohl die Planung von Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsak­tivitäten begleitet als auch die Umsetzung von Aktivitäten zur besseren Nachhaltigkeit sicher­stellt. Wir geben unseren Kunden Antworten auf die zentralen operativen und strategischen Fragen zum Werterhalt und zur Reduzierung der Lebenszykluskosten von Immobilien. Ein wesentlicher Schlüs­sel hierfür ist die Steigerung der Energieeffizi­enz, die optimale technische Umsetzung und genauso die verlässliche Dokumentation der Maßnahmen. Als Beispiel kann hier unser innovatives und bedarfsgerechtes Nachhaltig­keitszertifikat für Bestandsimmobilien TÜV SÜD SCoRE gelten.

Wagen Sie einen Blick in die Zukunft des FM.

Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft erfordert ganzheitliche Lösungen auch im FM. Die traditionelle Aufteilung in technisches, kaufmännisches und infrastrukturelles Facility Management wird einem integrierten Ansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette weichen. Allein die Steigerung der Energieeffizienz spielt in alle drei Bereiche. Dabei sind technischer Fortschritt, wirtschaftliche Maßnahmen und ressourcenschonende Lösungen, aber auch entsprechendes Nutzerverhalten gleichermaßen notwendig.

 


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