Fallbeispiel Energieeffizientes Unternehmen

  

Erstes energieeffizientes Unternehmen zertifiziert

TÜV SÜD Industrie Service vergibt das Zertifikat „Energieeffizientes Unternehmen“ an die TD Deutsche Klimakompressor GmbH

(Februar 2008)

Als erstem deutschen Unternehmen hat TÜV SÜD Industrie Service der TD Deutsche Klimakompressor GmbH das Zertifikat „Energieeffizientes Unternehmen“ verliehen. TDDK ist eine Tochter der beiden japanischen Firmen Toyota Industries Corporation und Denso Corporation und weltweit führend bei der Herstellung von Kompressoren für Autoklimaanlagen.

Das Zertifikat ist mit einer tiefgehenden Analyse der Ressourcennutzung verknüpft. Unternehmen profitieren hiervon, weil die Energiekosten schon heute einen Großteil der gesamten Betriebskosten ausmachen und beim Audit oft noch bisher ungenutzte Einsparpotenziale entdeckt werden. „Bei durchschnittlich umweltbewussten Unternehmen sind 15 bis 30 Prozent keine Seltenheit“, sagt Frank Schröter, Auditor von TÜV SÜD Industrie Service. „Mit dem Zertifikat dokumentieren Unternehmen, dass sie verantwortungsvoll, zukunftsorientiert und nachhaltig wirtschaften.“ Mögliche externe Partner und Investoren dürften künftig immer häufiger darauf achten, wie produziert wird.

TDDK bereits beim Audit vorbildlich aufgestellt

Tatsächliche Einsparpotenziale und deren Freisetzung hängen immer auch von den örtlichen und unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen ab. „Bei unserem Audit haben wir festgestellt, dass TDDK schon sehr viel für die Optimierung der Energieeffizienz getan hat“, sagt Schröter. „Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Produktionsgebäudes ist wichtiger Bestandteil der Stromversorgung und in den vergangenen Jahren hat das Unternehmen seinen Energiehaushalt bereits kontinuierlich optimiert.“ Nach der Analyse der TÜV SÜD-Experten besteht noch ein Einsparpotenzial von gut acht Prozent bei der Heizungsanlage bzw. der Warmwasserbereitung.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Bereitschaft eines Unternehmens zur Verbesserung der Energieeffizienz. Gerade bei wachsenden Unternehmen wie der TDDK – die Produktionsstätte in Sachsen soll schon in naher Zukunft weiter ausgebaut werden – bestehen hier sowohl Chancen als auch Risiken. „Die nachträgliche Integration zusätzlicher Anlagentechnik bedeutet besondere Anforderungen an eine ganzheitliche Energieplanung“, sagt Schröter. „Wechselwirkungen einzelner Komponenten untereinander sind frühzeitig einzukalkulieren, damit eine optimale Gesamt-Energieeffizienz erhalten bleibt.“

Mit einem Einsparpotenzial von deutlich unter zehn Prozent und der ausgeprägten Bereitschaft zu einer kontinuierlichen Effizienz-Optimierung hat die TDDK alle Bedingungen für die Zertifizierung klar erfüllt. Der Klimatechnik-Hersteller setzt so ein Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften. Ein Wiederholungsaudit ist für 2010 geplant.

 

Vorteile auf einen Blick:

  • Dokumentation des hohen Verantwortungsbewusstseins für Umweltbelange nach Außen.
  • Sensibilisierung der Mitarbeiter für einen sparsamen Umgang mit Energie.
  • Sicherung einer rationellen Energienutzung und Erschließen von Einsparpotenzialen.
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.


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