Hot Sleeves

  

Hot Sleeves: Sanierung von Wanddickenminderungen bei Rohrleitungen

Im Zuge der Instandhaltung von Fernleitungen werden vermehrt Messmolche zur Überprüfung des Zustandes der Wandung des Leitungsrohres eingesetzt. Die dabei gefundenen Fehlstellen bedürfen - je nach Art und Größe und sofern sie aus sicherheitstechnischer Sicht nicht mehr belassen werden können -einer Sanierung. Diese war bisher in der Regel mit der Außerbetriebnahme der Anlage verbunden. Je nach Leistungsdurchmesser ging sie teils mit erheblichen Produktverlusten einher. Die erfolgreiche Lösung: Hot Sleeves.

In der Regel wurden die Rohre mit Fehlstellen ausgebaut und ein neues Passstück eingesetzt. Alternativ wurde ein geteilter Sicherungsring aufgeschweißt. Insbesondere bei Großrohren ist dies mit einem erheblichen Aufwand verbunden und aus spannungstechnischer Sicht keine optimale Sanierung.

Das von TÜV SÜD entwickelte Verfahren „Hot Sleeves“ ermöglicht eine effiziente Sanierung von Wanddickeminderungen oder Laminationen mittels thermisch vorgespannter Stützmanschetten.

Fünf Vorteile, die überzeugen

  • Die Sanierung erfolgt bei laufendem Betrieb. Ausfälle werden vermieden.
  • Die Sanierung ist zeitsparend und erfolgt ohne großen Aufwand.
  • Die geschwächten Rohre werden festigkeitsgemäß wieder in den Zustand ungeschädigter Rohre zurückgeführt.
  • Das Verfahren kann sowohl zur Sanierung von Innen- als auch von Außenfehlern verschiedener Art und Fehlergeometrie angewandt werden.
  • Sämtliche Schweißarbeiten erfolgen nur an den Manschetten und nicht an dem zu sanierendem Rohr.

Wie funktioniert das Verfahren?

Bei dem Verfahren Hot Sleeves werden zwei Rohrhalbschalen aus artgleichem Material und gleicher Wanddicke des zu sanierenden Rohrs um die schadhafte Stelle gepresst und anschließend gleichmäßig erwärmt. Die zu definierende Wärmeeinbringung erzeugt eine Längenänderung, die nach dem Verschweißen die Längsnähte passgenau an der zu sanierenden Rohrwandung anliegen lässt. Durch das anschließende Abkühlen schmiegt sich die Rohrschale vollflächig an das zu sanierenden Rohr an. Je nach Dimensionierung der Manschette können unzulässige Dehnungen und Spannungen bis zur zulässigen Streckgrenze des zu sanierenden Rohres aufgefangen werden.


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