Je nach Anwendung werden Freisetzungsszenarien definiert (z. B. nicht auszuschließende Störungen wie Undichtigkeiten, Dichtungsversagen, "Dennoch"-Szenarien wie Rohrleitungsabrisse). Anhand dieser werden die Mengen an gefährlichen Stoffen bestimmt, die in die Umgebung gelangen und dort unmittelbar und nach Lachenbildung und Verdunstung/Verdampfung Gaswolken bilden können, die sich in der Atmosphäre weiter ausbreiten. Über eine Ausbreitungsrechnung ist eine Bestimmung der Reichweiten bis zum Unterschreiten von vorgegebenen Beurteilungskonzentrationen oder -dosen möglich. Daraus lassen sich Aussagen über eine Gefährdung der in der Umgebung vorhandenen Schutzgüter ableiten. Für explosionsfähige Gaswolken können die Bereiche ermittelt werden, innerhalb derer die Gaswolke zündfähig ist. Bei einer zu unterstellenden Zündung von explosionsfähigen Gaswolke ist die Ermittlung der Auswirkungen von Explosionen (Druckwellen) und/oder Bränden (Wärmestrahlung) möglich.
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