CCS

  

CCS-Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes

„Kontinuierliche Emissionsmessungen im Abgas energiewirtschaftlicher Anlagen mit CO2-Abscheidung"

Entlang der gesamten Prozesskette der Abscheidung, des Transportes und der Einspeicherung von CO2 ist eine genaue Bestimmung der Masse an transportiertem CO2 notwendig. Dies ist einerseits zur frühzeitigen Erkennung von Leckagen, aber auch für den Emissionshandel unverzichtbar. Nur für die Menge an CO2, die sicher dauerhaft im Untergrund in geologischen Formationen gespeichert werden kann, können auch Emissions-Zertifikate erstattet werden.

Gemäß der Europäischen Richtlinie zur Speicherung von CO2 muss zudem die Reinheit des CO2-Stroms überwacht werden.

Die Europäischen Monitoring Guidelines fordern bei der Bestimmung der Masse an CO2 für den Emissionshandel Unsicherheiten kleiner als 1,5 %.

Da bei den bisherigen CCS-Pilotprojekten die Problematik der Reinheitsbestimmung des CO2 und der Bestimmung der Nebenkomponenten wenig behandelt wurde, initiierte das Umweltbundesamt ein Forschungsvorhaben zum Thema „Kontinuierliche Emissionsmessungen im Abgas energiewirtschaftlicher Anlagen mit CO2-Abscheidung", um das sich der Bereich Umweltservice der TÜV SÜD Industrie Service GmbH* in Filderstadt erfolgreich bewarb.

In die Studie flossen die Daten aller wichtigen Hersteller von Analysengeräten, die Erfahrungen der Betreiber von CCS-Pilotanlagen und das Wissen der Messtechnikabteilung aus bisherigen Anwendungen bekannter Analysengeräte mit ein. Ergänzt wurden diese Angaben durch Daten aus der Internetrecherche.

Da zur Bestimmung der Masse neben der genauen Gehaltsbestimmung auch die Kenntnis des Volumen- bzw. Massenstromes notwendig ist, wurde auch diese Fragestellung im Rahmen des Forschungsvorhabens behandelt. Neben den Angaben der Messtechnikhersteller stellte TUV NEL Daten zur Verfügung.

Die Studie stellt den derzeitigen Stand der Technik und den künftigen Bedarf an weiterer Forschungs- und Entwicklungsarbeit dar und zeigt die Grenzen des bisher Möglichen auf. Die Erkenntnisse leisten einen wesentlichen Beitrag zum künftigen Umgang mit diesem sehr wichtigen und bisher wenig beachteten Aspekt der gesamten CCS-Prozesskette.

Die wichtigsten Ergebnisse des Forschungsvorhabens wurden am 15.03.2010 in Berlin beim Umweltbundesamt den Mitgliedern der europäischen Compliance Group vorgestellt.

Ein weiteres Forschungsvorhaben, vergeben von der European Space Agency (ESA), wird vermutlich im Sommer abgeschlossen werden.

mehr Info über:


*Mitglied des Global CCS Institute


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Kontakt


Kathrin Petrat

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