FSME durch Zeckenstiche – die Impfung schützt

18.06.2009
  

FSME durch Zeckenstiche – die Impfung schützt

Zecken können beim Stich zwei Erkrankungen übertragen:

  • Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) durch Viren, die eine Entzündung von Gehirn und Gehirnhaut hervorrufen. Gegen FSME  kann man sich impfen lassen.
  • Borreliose durch Bakterien, die Entzündungsreaktionen im ganzen Körper verursachen, z.B. in Gelenken, Herz und Nervensystem. Es gibt keine Impfung gegen Borreliose.

Die „Ständige Impfkommission“ am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die FSME-Schutzimpfung für

  • Personen, die in FSME-Risikogebieten der Gefahr von Zeckenstichen ausgesetzt sind
  • Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind (z. B. Forstarbeiter in Risikogebieten)

Auf dieser Karte können Sie nachsehen, ob Sie in einem Risikogebiet leben, arbeiten oder Urlaub planen - dann könnte für Sie eine Impfung gegen FSME sinnvoll sein.

Ein zeitlich begrenzter Impfschutz (z.B.  für Urlauber) erfordert mindestens zwei Impfungen; für länger bestehenden Impfschutz sind anfangs drei Impfungen notwendig. Auffrischimpfungen werden in Abständen von 3 bis 5 Jahren empfohlen.

Trotz Impfung wichtig: Zeckenstiche vermeiden

  • nach Aufenthalt im Wald/Garten den Körper nach Zecken absuchen
  • Zecken schnellstmöglich entfernen: mit der Dauer der Blutmahlzeit steigt das Ansteckungsrisiko!
  • Optimale Bekleidung: langärmeliges Hemd, lange Hose, Socken mit langem Schaft, Hosenbeine in Socken stecken, feste Schuhe. Helle Kleidung erleichtert das Auffinden der Zecken.
  • Zeckenabweisende Lotionen („Repellents“) bieten Schutz für einige Stunden, also ggf. mehrmals auftragen

Wie entfernt man Zecken richtig?

  • Mit feiner Pinzette direkt hinter dem Kopf fassen
  • langsam und gleichmäßig ziehen, nicht drehen, Körper der Zecke nicht quetschen
  • Zecke nicht mit Öl oder Klebstoff ersticken
  • danach Stichstelle desinfizieren


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