Stress für die Haut im Winter
Welche Haut leidet nicht im Winter?
Wahrscheinlich hatte jeder bereits mit typischen winterlichen Hautproblemen zu kämpfen:
- Trockenheit
- rauhe, rissige, gereizte Haut
- Spannungsgefühl
- Juckreiz, Ekzeme, Entzündungen
- Schuppung (v.a. der Kopfhaut)
- beschleunigte Alterung der Haut
- Sonnenbrand und Hautkrebsgefahr (insbesondere bei Höhenaufenthalten)
Was sind die Ursachen dafür, und wie kann man sich am besten schützen?
- kalte Luft wird viel unangenehmer empfunden als Wärme, da die Haut etwa 10x so viele Kälte als Wärmerezeptoren besitzt.
- Je kälter die Luft, desto weniger Wasser kann sie aufnehmen und z.B. an unsere Haut wieder abgeben.
- Die Talgdrüsen der Haut stellen unterhalb von 8°Celsius ihre Produktion ein - ein weiterer Grund für die vermehrte Austrocknung
- Hohe Temperaturgefälle zwischen Raum- und Außenluft fordern die Haut zusätzlich. Mal zieht sich die Haut zusammen und man bekommt eine “Gänsehaut”, dann wieder -z.B. beim Betreten einer Skihütte- werden plötzlich alle Gefäße geöffnet, und die Haut wird rosig bis “hochrot”.
- Je weniger Wasserdampf in der Luft, desto weniger wird das Sonnenlicht abgelenkt und kann um so gnadenloser auf unsere Haut “brennen”. Diese gefährliche UV-Strahlung wird durch Reflexion an Eis, Schnee und durch eine entsprechende Höhenlage noch verstärkt.
Außerdem fehlen der Haut im Winter die schützenden Pigmente, die sich im Sommer gebildet haben. - Durch die Trockenheit wird unsere Haut rissig und spröde, beginnt zu jucken, brennen und einzureißen.
Jetzt können leicht Bakterien eindringen und Entzündungen oder Ekzeme hervorrufen.
Welche Schutzmaßnahmen sind möglich?
- gute Winterbekleidung
- Sanftes Waschen mit Reinigungsmilch, v.a. im Gesichtsbereich, für den Körper ein rückfettendes Präparat, wie z.B. Dusch- oder Badeöl.
- Die Austrocknung bekämpft man am besten mit sogenannten W/O- Emulsionen, d.h. Cremes, bei denen geringe Wassermengen einer Öl-Komponente beigemengt sind.
- Zum Sonnen- und Lippenschutz bedarf es Produkte mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 12-15.
Besonders empfindlich sind v.a. Nase, Ohren, Hände und Lippen. Cremes brauchen etwa 30 Minuten bis sie ihre Wirkung erreicht haben.
Zum Schluß: niemals Sonnengels im Winter verwenden, da sie durch ihren Wassergehalt auf der Haut gefrieren können!

