Warum sich vor der Sonne schützen
Der Ozongürtel, der die Erde in 20 bis 25 km Höhe (Stratosphäre) umgibt, schirmt den größten Teil der ultravioletten Strahlung (UV-Strahlung) der Sonne ab.
1986 entdeckten Wissenschaftler ein "Ozonloch" über der Antarktis, das mittlerweile auch auf der Nordhalbkugel der Erde zu beobachten ist. Dies bestätigen auch aktuelle Messungen des Meteorologischen Observatoriums auf dem Hohenpeißenberg, das in den letzten 30 Jahren eine Abnahme der Ozonkonzentration in höheren Luftschichten um 10 Prozent festgestellt hat.
Das heißt, der Ozongürtel ist dünner und durchlässiger geworden, auch in unseren Breiten. Und dies kann zu einer intensiveren ultravioletten Strahlung an der Erdoberfläche führen.
Da man die energiereichere ultraviolette Strahlung nicht sieht, kann dies unbemerkt zu gesundheitlichen Schäden der Haut führen. Deshalb ist der beste Hautschutz, sich vor zu viel Sonne zu schützen.
Wie schützt man sich?
Sonnenschutz ist Gesundheitsschutz und nicht zuletzt Krebsprävention. Dafür sensibilisieren beim Hauttag 2007 am 9. Mai bundesweit die Dermatologen. Die Mediziner von TÜV SÜD geben anlässlich des Hauttags folgenden Tipp: Nicht nur beim Freizeitbad in der Sonne auf ausreichenden Schutz achten, sondern auch vor dem Rasenmähen, Unkrautjäten oder Arbeiten auf der eigenen Baustelle zur Cremetube greifen.
Schlagworte wie Sahara-Sommer erinnern überdeutlich daran: Die natürliche Hülle Haut ist immer wieder gefährlicher UV-Strahlung ausgesetzt. Jeder Sonnenbrand setzt ihr zu. Und: Die Haut vergisst nichts. Guter Sonnenschutz ist somit auch Krebsprävention.
Schon eine halbe Stunde vor dem ersten Schritt an die Sonne cremen; trotz Wind und Wolken zur Tube greifen. Diese Faustregel gilt nicht nur, wenn es zum Baden an den Baggersee oder zum Sonnenbaden in den Park geht, sondern auch beim Arbeiten in der Freizeit. Wer mit dem Rasenmäher seine Runden dreht, mit dem Wasserschlauch den Garten spritzt, dem Auto eine neue Politur verpasst oder Dachziegel aufs neue Eigenheim setzt, sollte ebenfalls an den Sonnenschutz denken. Als „Arbeitskluft“ empfehlen die Experten von TÜV SÜD dabei sonnendichte Kleidung, einen breiten Sonnenhut oder eine Schirmmütze. Möglichst nicht in der Mittagssonne arbeiten, so ein weiterer Tipp von TÜV SÜD. Ob beim Sonnenbad oder bei der Gartenarbeit in der Sonne: Insbesondere Gesicht, Arme, Beine, Hand- und Fußrücken müssen gut gegen das UV-Licht geschützt sein.
Hinweise zu Auswahl und Anwendung von Sonnencremes:
Der Lichtschutzfaktor (LSF) sagt, wie viel länger man entsprechend dem jeweiligen Hauttyp in der Sonne bleiben kann. Diese Zeit gilt aber nur einmal pro Tag. Mehrfaches Eincremen verlängert die Schutzdauer nicht. Und noch ein Tipp von TÜV SÜD: Nicht jede Sonnencreme enthält die gleichen Inhaltsstoffe und Wirkprinzipien. Neben dem LSF (UVB-Schutz; kurzwellige Strahlung) ist auch ausreichender UVA-Schutz (langwellige Strahlung) wichtig. Den erkennen Verbraucher durch Kennzeichnungen wie beispielsweise UVA/UVB-Schutzbalance.
Die Mediziner von TÜV SÜD Life Service setzen sich seit Jahren intensiv mit dem Thema Hautschutz auseinander. Sie beraten Mitarbeiter und Vorgesetzte von Firmen, die von TÜV SÜD betriebsärztlich betreut werden, zu Hautbelastungen im beruflichen Umfeld und zu wirksamem Schutz.

