Freiwillige Checks an Schulbussen
Freiwillige Checks an Schulbussen
Verkehrsmittel Nummer 1 im Schülerverkehr in Baden-Württemberg ist der Bus. Zum Schuljahresbeginn bietet der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) seinen Mitgliedern umfassende Unterstützung – mit Informationsmaterial für Busfahrer und Schüler und speziellen Schulbustrainings in Kooperation mit Schulen. Erstmals in diesem Jahr wird in Zusammenarbeit mit den amtlichen Überwachungsinstitutionen TÜV SÜD, DEKRA, GTÜ und KÜS eine spezielle Verkehrssicherheitsaktion durchgeführt. In vielen Orten Baden-Württembergs haben sich Omnibusunternehmen an der Aktion beteiligt und ihre Schulbusse von einer Prüforganisation einem speziellen Check unterziehen lassen.
„Unsere Mitglieder sind sich der Verantwortung bewusst, die sie bei der Schülerbeförderung übernehmen“, sagt WBO- Geschäftsführer Dr. Witgar Weber: „Damit die Schulkinder zum Start des neuen Schuljahres nur mit Fahrzeugen zur Schule gelangen, die alle Sicherheits- und Ausrüstungsvorschriften erfüllen, bietet der Verband seinen Mitgliedern erstmals einen freiwilligen Sicherheitscheck für Schulbusse an“.
Das neue Schuljahr beginnt in Baden-Württemberg am Montag, 12. September. Ein wichtiger Stichtag auch für alle Busunternehmen in Baden-Württemberg: „Zur Vorbereitung der Schulbusse auf den Schuljahresbeginn 2011/2012 haben unsere Mitgliedsunternehmen die notwendigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, um die Sicherheit der Kinder auf ihrem täglichen Schulweg zu garantieren. Sichere Schulwege und sichere Fahrzeuge bilden dabei eine Einheit“, sagt Klaus Sedelmeier, Vorstandsvorsitzender des WBO. „Unsere Unternehmen nutzen die Aktion, um sich die Einhaltung für den Schülerverkehr wesentlicher Vorgaben durch Experten nochmals bestätigen zu lassen.“
Die Sachverständigen von DEKRA, GTÜ, KÜS und TÜV SÜD, führten die Checks nach einem gemeinsam mit dem WBO abgestimmten Konzept durch. „Mit der Aktion wollen wir dazu beitragen, den hohen technischen Standard beim Einsatz von Schulbussen im Land dauerhaft zu gewährleisten“, so Martin Jost, Direktor des Sachverständigenwesens bei TÜV SÜD.
Insgesamt setzen in Baden-Württemberg mehr als 650 Busbetriebe rund 5.000 Busse ein. Im Vergleich aller Verkehrsmittel zählen Omnibusse zu den sichersten Beförderungsmitteln. Vor allem private Omnibusunternehmen sorgen somit dafür, dass die mehr als 1,25 Mio. Schüler im Bundesland Baden-Württemberg ein sicheres und leistungsfähiges Schulbusangebot erhalten.
Für die Beförderung von Kindern sind besondere Ausrüstungen wie beispielsweise spezielle Haltegriffe vorgesehen, die das Risiko eines Sturzes während der Fahrt minimieren. Dazu wurde durch das Bundesministerium für Verkehr ein spezieller Anforderungskatalog entwickelt. Der Nachweis über die Einhaltung dieses Anforderungskatalogs sollte - so die gemeinsame Einschätzung der Prüforganisationen und des WBO - fester Bestandteil in allen Vergabeverfahren werden, wenn Leistungen von den Schulträgern im sog. freigestellten Schülerverkehr (Fahrten speziell für Schüler) bestellt werden. Der Sicherheitsaspekt muss für die Vergabe von Beförderungsleistungen an erster Stelle stehen, so ihre Forderung. Nach jüngsten Erfahrungen werde hier oft nur auf den niedrigsten Preis geschaut.
Kontakt: Frank Volk

