MPU: Lassen Sie sich keinen Bären aufbinden
Schluss mit den Gerüchten - wir reden Klartext
Nichts ist bei Ihrer Vorbereitung auf die MPU schädlicher als falsche Informationen. Gerüchte machen Angst, und Angst ist immer der schlechteste Ratgeber. Wir möchten, dass Sie optimal informiert, richtig vorbereitet, gelassen und selbstsicher an der MPU teilnehmen. Dazu brauchen Sie ein genaues Bild davon, wie die MPU abläuft - keine Schauermärchen. Hier finden Sie ein Beispiel für den Ablauf eines MPU-Untersuchungstages. Oder. MPU im Film: Videoserie zum Ablauf einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung.
Deshalb haben wir Ihnen hier einige Fakten zu den häufigsten Befürchtungen und Gerüchten zusammen getragen - und sagen Ihnen, was wirklich Sache ist.
Die MPU ist ein Gespräch, kein Verhör
Ihre Gutachter tun alles für eine freundliche und angenehme Gesprächsatmosphäre. Sie sollen sich frei und ohne jeden Druck äußern können. Jeder Gutachter weiß, dass es für Sie um sehr viel geht, und dass die Untersuchung für Sie auch mit Anspannung verbunden ist. Deshalb unterstützen wir Sie im Gespräch. Erwarten Sie klare, sachliche Fragen, die direkt etwas mit Ihrer Verkehrsvorgeschichte und den Ursachen zu tun haben. Wenn Sie eine Frage nicht verstehen, sagen Sie es! Übrigens gilt das für den gesamten Ablauf der MPU: unser gesamtes Personal ist dafür da, Sie zu unterstützen. Wenn also im Lauf der MPU etwas unklar ist: fragen Sie!
Worum geht es nun im Gespräch mit dem Psychologen? Die Gutachter wollen vor allem mit Ihnen darüber sprechen, welche Gedanken Sie sich über die Gründe Ihres Führerscheinentzugs gemacht haben. Welche Verhaltensweisen waren problematisch? Und was haben Sie verändert, damit Sie künftig im Straßenverkehr nicht mehr auffallen?
Sie haben in diesem Gespräch genug Zeit und Gelegenheit, alles darzustellen, was Ihnen wichtig ist. Vertrauen Sie Ihrem Gutachter, denn er (oder sie) will Ihnen helfen, die Bedenken der Behörde gegen eine Neuerteilung des Führerscheins zu entkräften. Wir wollen nicht verschweigen, dass dies nicht in jeder MPU gelingt, und dass die Gutachter es offen aussprechen müssen, wenn sie noch Bedenken haben. Aber auch wir freuen uns am meisten, wenn es gelingt, bei jemandem mit Recht und gutem Gewissen zu sagen: alles klar!
Ihre Begutachtung ist fair, neutral und professionell
Bei der gesamten MPU sind wir selbstverständlich an bundesweit einheitliche Richtlinien gebunden, die so genannten "Anforderungen an Träger von Begutachtungsstellen für Fahreignung". Diese werden von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) verbindlich vorgeschrieben. Die BASt kontrolliert deren Einhaltung auch ständig - und wir lassen uns gerne kontrollieren. Denn es ist wichtig, dass Sie Vertrauen haben in unsere Tätigkeit.
Auch die Gutachter müssen sich an einheitliche Richtlinien halten, die sogenannten Beurteilungsleitlinien. Damit ist gewährleistet, dass überall, egal wo Sie untersucht werden, dieselben Anforderungen gelten. Deshalb, und weil alle Gutachter sehr gründlich ausgebildet sind, sind sie in der Lage, zu fairen, zutreffenden Ergebnissen zu gelangen.
Äußern Sie sich offen, ehrlich und natürlich
Manche glauben, man müsste in der MPU ganz bestimmte Formulierungen sagen, sich bestimmte Geschichten ausdenken und Standardantworten "lernen". Besonders schlimm finden wir, dass es selbsternannte "Berater" gibt, die behaupten, sie wüssten genau, was Sie in der MPU sagen müssen. Da wurde schon so manchem viel Geld aus der Tasche gezogen - für völlig wertlose und falsche Informationen. Fallen Sie darauf nicht herein.
Denn das haben Sie auch gar nicht nötig. Sie haben sich gründlich mit Ihrer Vorgeschichte auseinander gesetzt, sie haben sich Gedanken über Ihr Verhalten gemacht, Sie haben einiges verändert. Berichten Sie genau darüber! Mit Ihren eigenen Worten. So wirken Sie offen, engagiert, glaubhaft. Und genau auf diesem Weg kommen Sie Ihrem Führerschein näher.
Sie haben sehr gute Chancen auf ein positives Gutachten
Fallen Sie nicht auf Panikmache herein. Weit mehr als 60 % aller Begutachteten erhalten direkt nach der MPU oder nach einem Kurs unmittelbar nach der MPU Ihren Führerschein wieder. Glauben Sie nicht den Quatsch von wegen "90% fallen durch".
Wie weiter oben schon erwähnt: alle TÜV SÜD-Gutachter arbeiten neutral und sind wissenschaftlichen Erkenntnissen und den von Experten zusammengestellten und regelmäßig überprüften Beurteilungsmaßstäben verpflichtet. Die Begutachtung steht zudem unter ständiger Kontrolle. Die Bundesanstalt für Straßenwesen überwacht dabei auch die Beurteilungen an den verschiedenen Begutachtungsstellen. Auch damit ist sicher gestellt, dass die Begutachtungsstellen von TÜV SÜD keinesfalls strenger urteilen als andere.
Lassen Sie sich also nicht verunsichern! Es gibt keine "leichten" und "schweren" Untersuchungsstellen. Ihre Chancen auf eine positive MPU hängen davon ab, wie gründlich Sie sich mit dem Führerscheinproblem auseinander gesetzt haben und welche Veränderungen stattgefunden haben. Und jeder Gutachter von TÜV SÜD freut sich, wenn es Ihnen gelungen ist, alle Voraussetzungen für eine positive Begutachtung mitzubringen!
Bloß keine Angst vor den Tests
Die Leistungstests sind ein objektives und einfaches Verfahren, mit dem Sie zeigen können, dass Sie leistungsmäßig auf der Höhe sind. Es geht um Wahrnehmung, Konzentration und Reaktion. Und sonst nichts. Sie brauchen auf keinen Fall einen Persönlichkeits- oder Intelligenztest machen. So etwas gibt es in der MPU nicht.
Und noch etwas ist bei den Tests sehr wichtig für Sie: Sie brauchen keine Erfahrung mit solchen Tests, Sie brauchen keine Computerkenntnisse. Sie können außerdem jeden Test so lange üben, bis er "sitzt". Und wenn Sie Fragen haben: Fragen Sie! Unser Assistenzpersonal hilft Ihnen bei der Einarbeitung in die Tests - denn Sie sollen unter optimalen Bedingungen zeigen, was Sie "drauf" haben.
Und selbst wenn einmal ein Test nicht so gut läuft, ist das längst nicht das "Aus" für Sie. Denn die Gutachter von TÜV SÜD sind dann noch lange nicht am Ende ihrer Weisheit. Mit der so genannten Fahrverhaltensbeobachtung können Sie nämlich im realen Verkehr zeigen, wie Sie etwaige Schwächen in den wissenschaftlichen Tests (z. B. bei der Reaktionsschnelligkeit) durch langjährige Erfahrung im Verkehr ausgleichen. Sie haben also die Gelegenheit, Ihr Können, Ihre Routine und Ihren "siebten Sinn" unter Beweis zu stellen.






