HALT Lebensdauerprüfung
HALT Lebensdauerprüfung
Als "beschleunigte Lebensdauerprüfung" (künstliche Alterung) provoziert das HALT-Verfahren, durch die extreme Verdichtung der Funktionsbelastungen eines Produktes, betriebliche und mechanische Ausfälle. Sämtliche betriebsrelevanten Funktionen werden während der Tests überwacht, um alle Schwachstellen des Produkts auch tatsächlich ermitteln zu können.
Die Intensität der Prüfungen wird dabei jeweils stufenweise erhöht. Geprüft werden in den einzelnen Phasen die Funktionsfähigkeit (z. B. Änderung der Eingangsspannung innerhalb der gegebenen Toleranz; Änderung der Ausgangsbelastung: Volllast, Leerlauf) und die Netzschaltungen (Aus-/ Einschalten der Netzspannung).
Stufentemperaturprüfung
Mittels der Stufentemperaturprüfung werden die Betriebsgrenzwerte des Prüfobjekts ermittelt. Dazu werden zuerst die Kältebelastung und anschließend die Wärmebelastung jeweils bis zur oberen bzw. unteren Betriebsgrenze getestet, wenn möglich auch bis zur Zerstörungsgrenze.
Schneller Temperaturwechsel
Anschließend wird das Produkt zur Festigkeitsprüfung extremen Temperaturwechseln mit Gradienten von bis zu 80 K/min ausgesetzt. Deren Grenztemperaturen liegen 5 K innerhalb der schon ermittelten Betriebsgrenzwerte des Gegenstandes.
Schwingprüfungen
Die Konstruktion des Systems regt den Prüfling mit stochastischem Breitbandrauschen in sechs Achsen gleichzeitig an. Der HALT-Prüfstand erzeugt Frequenzen zwischen 2 und 10.000 Hz. Damit werden sowohl die für massenintensive elektronische oder mechanische Bauteile kritischen niedrigen Frequenzbereiche als auch der für die Prüfung kleiner SMD- und sonstiger Komponenten notwendige hohe Frequenzbereich abgedeckt. Aufnehmer messen die Beanspruchung des Prüfobjekts. Die HALT Schwingungsprüfung ist damit konventionellen Ein- oder Mehrfachsystemen an Effizienz überlegen.
Kombinationsprüfung
Das Produkt wird gleichzeitig rauschförmigem Schwingen und extremem Temperaturwechsel ausgesetzt: Die Testzyklen des schnellen Temperaturwechsels werden mit den Grenzwerten der Schwingbelastung kombiniert, um eine größtmögliche künstliche Alterung des Prüfobjekts zu erreichen.

