Mensch & Technik – Ausgabe 4/2011
Mensch & Technik – Ausgabe 4/2011
Die Weihnachtszeit steht wieder vor der Tür. In der aktuellen Ausgabe des Mensch & Technik- Newsletters geben die Experten von TÜV SÜD Tipps zum Thema sicheres und erfolgreiches Online-Shopping. Denn gerade für den Kauf von Geschenken verlässt sich Jung und Alt zunehmend auf das Internet, statt die überfüllten Ladenzeilen der Innenstädte aufzusuchen. Vorweihnachtszeit ist auch Glühweinzeit. Doch bei der Arbeit ist das alkoholische Getränk nicht die erste Wahl. Daher haben wir Ihnen einige Rezepte für bürotaugliche und damit für Autofahrer geeignete Weihnachtsgetränke zusammengestellt. Und zu guter Letzt gibt es noch einige Informationen, wie Sie den Winter-Blues bekämpfen können.
Die Themen des Newsletters
- Online-Weihnachtsshopping
- Weihnachtliche Getränke – auch ohne Alkohol ein Genuss
- Winterdepressionen
Online-Weihnachtsshopping
Weihnachten nähert sich mit großen Schritten und jeder ist auf der Suche nach den passenden Geschenken für die Lieben. Alternativ zu überfüllten Fußgängerzonen und Geschäften, in denen bisweilen die Ellenbogen zum Einsatz kommen, kaufen immer mehr Menschen ihre Weihnachtsgeschenke bequem vom Sofa oder Schreibtisch aus. Rainer Seidlitz, Leiter der Strategischen Geschäftseinheit IT-Security bei der TÜV SÜD Management Service GmbH, weiß Bescheid, worauf man beim Onlinekauf achten soll, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
Wer das passende Geschenk in einem Online-Shop gefunden hat, sollte zu allererst die Seriösität des Anbieters prüfen. „Ein vollständiges Impressum ist unerlässlich, um sich über die Geschäftsführung und den Unternehmenssitz zu informieren“, erklärt Seidlitz. Letzterer kann von großer Bedeutung sein. Denn befindet sich der Unternehmenssitz im Ausland, gelten unter Umständen andere Rechtsbestimmungen. Es können dadurch höhere Versandgebühren und gegebenenfalls Zölle fällig werden. Handelt es sich am Ende um ein gefälschtes Produkt oder ist die Ware fehlerhaft, gestaltet es sich oft als problematisch, sein Recht einzufordern. Des Weiteren sollten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters vollständig abrufbar sein.
Bei den Preisangaben sollte stets darauf geachtet werden, dass diese unmissverständlich und alle Kosten wie Mehrwertsteuer, Versandkosten und sonstige Zuschläge bereits enthalten sind.
Außerdem gilt es, auf die Verfügbarkeit und Lieferzeit der Ware zu achten, um enttäuschte Blicke unter dem Tannenbaum zu vermeiden. Besonders zur Weihnachtszeit ist rechtzeitiges Bestellen wichtig, um eventuellen Lieferengpässen vorzubeugen. Hier gilt: Lieber zu früh als zu spät! Um bei fehlerhaften oder gar ausbleibenden Lieferungen auf der sicheren Seite zu sein, sollten für den Fall der Fälle lieber die Auftragsbestätigung und die Produktangaben ausgedruckt werden. So liegen die Daten schwarz auf weiß vor. Lieferprobleme oder sonstige Schwierigkeiten sind auch mithilfe von Käufer-Bewertungen eines Online-Shops zu erfahren. Überwiegen die negativen Beurteilungen: Lieber die Finger davon lassen! Das Gleiche gilt natürlich für die Bewertungen einzelner Produkte.
Dann kann es an die Bestellung gehen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten! „Vor allem bei Zahlungen mit Bank- oder Kreditkarte sollte die Datenübertragung über eine verschlüsselte Leitung erfolgen. Diese erkennt man anhand der Adresszeile im Browser – anstelle des „http“ steht in dem Fall „https“, rät der IT-Experte Seidlitz.
Ein zusätzliches Indiz für einen seriösen Online Shop sind Gütesiegel wie das s@fer-Shopping-Siegel von TÜV SÜD. Sie geben einen Hinweis darauf, ob Kundendaten vertraulich behandelt werden. Um sicher zu gehen, dass es sich bei dem jeweiligen Siegel nicht um eine Fälschung handelt, sollte dies bei den Gütesiegel-Anbietern überprüft werden. Webseiten wie www.safer-shopping.de bieten eine Auflistung der zertifizierten Online Shops.
Werden die Tipps für das Online-Shopping beachtet, steht einer ausgiebigen Weihnachtsbescherung nichts mehr im Wege!
Weihnachtliche Getränke – auch ohne Alkohol ein Genuss
Ob auf einem der zahlreichen Weihnachtsmärkte, in geselliger Runde oder eingekuschelt auf dem Sofa – der warme Duft von weihnachtlichen Getränken mit Gewürznelken und Zimt versüßt uns jedes Jahr wieder die kalte Winterzeit. Aber nicht nur der beliebte Glühwein stimmt auf Weihnachten ein und wärmt von innen. Es gibt auch leckere Alternativen ganz ohne Alkohol. Da kann man auch im Büro oder als Autofahrer unbedenklich zugreifen!
Wie wäre es zum Beispiel mit einem selbst gemachten Früchtepunsch? Für drei Liter des alkoholfreien Heißgetränks sind 1,5 Liter Früchtetee, ein Liter Apfelsaft, ein halber Liter Orangensaft und eine frisch gepresste Orange zu erhitzen. Das Ganze wird anschließend mit Zimt, Vanillezucker und Honig abgeschmeckt. Dazu noch ein paar Weihnachtsplätzchen und man ist für einen trüben Wintertag bestens gerüstet.
Liebhaber von Waldfrüchten und Beeren hingegen sind mit dem alkoholfreien Beerenpunsch gut beraten. Für rund 2,5 Liter Punsch werden drei Viertel Liter Johannisbeersaft und jeweils drei Viertel Liter roter und weißer Traubensaft benötigt. Hinzu kommen 500 Gramm tiefgekühlte Beeren. Mit zwei Stangen Zimt und acht Gewürznelken abschmecken – fertig.
Für diejenigen, die mit fruchtigen Getränken nicht zu begeistern sind, bietet sich ein heißer Kakao an. Der lässt sich natürlich für die Weihnachtszeit ebenfalls mit den entsprechenden Gewürzen wie Zimt und Nelken sowie einem Löffel Honig verfeinern. Für extra schokoladigen Geschmack werden 250 Gramm Blockschokolade verwendet – wahlweise auch weiße Schokolade. Diese in einem Topf, in dem vorher bereits ein Liter frische Vollmilch mit zwei Esslöffeln Lebkuchengewürz aufgekocht wurde, erhitzen. Die Schokoladenstücke in die Milch einrühren, bis sie geschmolzen sind und 250 Milliliter Sahne mit zwei Esslöffeln Kakaopulver aufgeschlagen. Die heiße Schokolade mithilfe eines Pürierstabs schaumig schlagen und in vorgewärmte Gläser oder Becher füllen – obenauf die aufgeschlagene Kakaosahne! Das Resultat sind vier Becher voll mit himmlisch cremigem Kakao. Da fällt das Teilen schwer!
Winterdepressionen
Wenn die Tage kürzer und kälter werden, stellt sich bei vielen der Winter-Blues oder eine leichte Winterdepression ein. Durch die wenigen Sonnenstunden und das oft graue und trübe Wetter leidet der Körper unter Lichtmangel, was zur so genannten saisonal abhängigen Depression führt. Die Produktion des Glückshormons Serotonin wird bei geringer Lichtmenge heruntergefahren, während die Melatoninproduktion steigt. Melatonin macht uns müde und schlapp, da es eigentlich dafür zuständig ist, in der Nacht den Schlaf zu steuern. Die Folge sind Müdigkeit, Lustlosigkeit, ein hohes Schlafbedürfnis, großer Appetit auf Süßes und Fettiges, Konzentrationsschwierigkeiten und der Rückzug vom öffentlichen Leben. Bei einer Winterdepression steht vor allen Dingen die Energielosigkeit und weniger die depressive Verstimmung im Vordergrund. Wir ziehen uns in unsere sinnbildliche Höhle zurück. Besser ist es jedoch, raus an die frische Luft zu gehen und reichlich Sonnenlicht zu tanken. „Etwa ein bis zwei Stunden im Freien regen die Produktion von Serotonin bereits wieder an.“, weiß Kerstin Reviol, Leitende Arbeitspsychologin der TÜV SÜD Life Service GmbH. Wer sich dabei auch noch sportlich betätigt, zum Beispiel joggt oder Fahrrad fährt, sorgt für die Ausschüttung weiterer stimmungsaufhellender Hormone. Dann hat der Winter-Blues fast keine Chance mehr. „Daneben kann die Therapie mit einer speziellen Tageslichtlampe helfen,“ erklärt Reviol. „Diese hat eine deutlich höhere Belichtungsstärke als eine normale Zimmerlampe und weckt im Körper beinahe Sommergefühle“. Sie sollte täglich mindestens eine halbe Stunde angewendet werden – am besten am Morgen, um gleich richtig in Schwung zu kommen. Es gibt auch natürliche Heilmittel wie Johanniskraut, die ebenfalls stimmungsaufhellend wirken. Tees und Mittelchen, die frei verkäuflich im Supermarkt stehen, sind dabei jedoch nicht die richtige Wahl. Besser ist es, sich in der Apotheke beraten zu lassen und ein Produkt mit der richtigen Dosis für das persönliche Bedürfnis zu kaufen.
Wirken die beschriebenen Maßnahmen wie Sport an der frischen Luft oder Tageslichtdusche nicht und ist das Stimmungstief besonders stark oder lang anhaltend, kann auch der Gang zum Arzt nötig sein. Vielleicht hat er noch den ein oder anderen Tipp. Verschreibt dieser jedoch sofort Antidepressiva, sollte vor der Einnahme noch eine Zweitmeinung ggf. auch von einem Facharzt eingeholt werden. Generell hat sich bei der Behandlung von mittelschweren bis schweren Depressionen die Kombination aus der Einnahme von Antidepressiva und die Durchführung einer ambulanten kognitiven Verhaltenstherapie als besonders wirksam erwiesen.
Kontakt: Heidi Atzler

